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Volvo
Volvo 240 Turbo
1. Inverkersetzung: September/1983
Aktuelle KM Stand: > 155'000
Die einen bezeichnen ihn als schrecklich (Design), andere bezeichnen ihn als Klassiker, weitere sind der Meinung er biete keinerlei Komfort. Recht haben wohl vielleicht alle einwenig. Aber gerade dass ist es doch was ihn so interessant macht!
Ich sage; er ist ein Klassiker und es macht einfach einen heiden Spass mit dem "Gerät" rum zu cruisen. Ich muss ganz ehrlich gestehen auch sehr überrascht gewesen zu sein, wie angenehm dieser Wagen auch auf längeren Strecken zu fahren ist, wie kultiviert er sich durch die Gegend bewegt.


























Allgemeines
Der Volvo 240 war das Nachfolgemodell des Volvo 140, auf dem er weitgehend basierte. Hervorzuheben ist die lange Bauzeit von 1974 bis 1993, also insgesamt 19 Jahre. Während dieser Zeit fand eine ständige Weiterentwicklung und Verfeinerung der Modellreihe statt.
Die Ausführung mit Sechszylindermotor wurde als Volvo 260 bezeichnet. Die Produktion der Sechszylinder wurde jedoch bereits zum Ende des Modelljahres 1985 eingestellt. Auf dem deutschen Markt waren die Sechszylinder-Limousinen (Volvo 264) bis einschließlich Modelljahr 1982 lieferbar, die Kombis (Volvo 265) bis einschließlich Modelljahr 1983. Nachfolger der Reihe 260 war die Reihe Volvo 760.
Der 240 war in den 1970er und 80er Jahren das Volumenmodell von Volvo. Vor allem auf dem US-amerikanischen Markt fand die Limousine viele Käufer, während auf dem europäischen Kontinent vor allem der Kombi beliebt war.
Die amerikanische Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA (National Highway Traffic Safety Administration) wählte im Jahr 1976 den Volvo 240 als Referenzfahrzeug für die Festlegung künftiger Sicherheitnormen bei Personenwagen aus. Selbst 17 Jahre nach seiner Markteinführung wurde der Volvo 240 im Jahr 1991 vom amerikanischen Versicherungsinstitut IIHS (Insurance Institute for Highway Safety) als sicherstes Fahrzeug auf dem amerikanischen Markt bezeichnet.
Karosserievarianten
Die Serie 200 (Volvo 240 und Volvo 260) wurde in drei verschiedenen Karosserievarianten gebaut:
Limousine, Kombi und Coupé. Die Limousine war zunächst als Zwei- und als Viertürer lieferbar. Die Produktion der zweitürigen Limousinen lief mit Ende des Modelljahres 1984 aus. In Deutschland endete der Verkauf der Zweitürer aber bereits mit dem Modelljahr 1977. Der Zweitürer war generell mit Vierzylinder-Motoren ausgerüstet. Lediglich für die USA und Kanada gab es in Modelljahren 1976 und 1977 auch eine zweitürige Limousine mit Sechszylinder-Motor.
Die viertürige Limousine wurde während der gesamten Produktionsdauer der Serie 200 gefertigt, auf dem deutschen Markt jedoch zuletzt im Modelljahr 1991 angeboten.
Beim Kombi handelte es sich um einen Fünftürer. Dieser war auch in Deutschland während der gesamten Produktionsdauer der Serie 200 erhältlich.
Das Coupé (zweitürig) mit der Bezeichnung Volvo 262 C wurde zum Modelljahr 1977 vorgestellt und zum Ende des Modelljahres 1981 eingestellt. Es unterschied sich von der zweitürigen Limousine u.a. durch eine geänderte Dachkonstruktion und wurde ausschließlich mit Sechszylinder-Motor geliefert.
Die Produktionszahlen für die Serie 200 lagen laut Volvo bei insgesamt 2,8 Millionen Fahrzeugen, davon ca. 1 Million Kombis, 1,6 Millionen Limousinen und ca. 200.000 Coupés.
Modellbezeichnungen
Ausgehend von der dreistelligen internen Typenbezeichnung kann man wie folgt unterscheiden:
Die erste Ziffer gibt die Serie an (also hier immer die Serie 200).
Die zweite Ziffer entspricht grundsätzlich der Anzahl der Zylinder ? d.h. 4 bzw. 6. Jedoch war die Sechs nur den exklusiven Modellen mit V6-Benziner (B27 u.ä.) vorbehalten. Auf einigen Märkten wurden zeitweise auch V6-Modelle mit einfacherer Ausstattung unter der Bezeichnung "240" ausgeliefert. Diejenigen 200er Modelle, die mit dem von VW zugekauften Reihensechszylinder-Dieselmotor bestückt waren, wurden aus modellpolitischen Gründen ebenfalls nicht als 260er bezeichnet, sondern erhielten eine 4 als zweite Ziffer.
Die dritte Ziffer bezog sich ursprünglich auf die Anzahl der Türen (2 oder 4 bei der Limousine, 5 beim Kombi und 2 beim Coupé). Somit stand z.B. die Bezeichnung 265 für einen Kombi der 200er Modellreihe mit 6-Zylinder-Motor oder die Bezeichnung 242 für eine zweitürige Limousine mit 4-Zylinder-Motor.
Ab Modelljahr 1983 wurden die Modellbezeichnungen vereinfacht und der Hinweis auf die Anzahl der Türen entfiel. Fortan trugen die Wagen nur noch die Bezeichnung "240" bzw. "260". In diesem Zusammenhang muss generell auf den Unterschied zwischen Verkaufs-(Modell-)bezeichnung und genauer Typenbezeichnung hingewiesen werden. Obwohl nur noch mit dem Schriftzug "240" oder "260" versehen, wurde in den Fahrzeugpapieren als Typenbezeichnung weiterhin "P244", "P245" oder "P265" eingetragen.
Der Volvo Serie 200 im Autosport
Volvo 240 Turbo beim GP der Tourenwagen 1985
1983 wurde der erste Volvo 240 vom privaten schwedischen TL Racing AB Team nach FIA Gruppe A Reglement in der Tourenwagen Europameisterschaft (ETCC) eingesetzt. Gegen die starke Konkurrenz von BMW, Jaguar und Rover erreichte der Volvo einen 7. Platz in Donington Park.
1984 wurde der Volvo 240 von mehreren Teams aus Schweden und Belgien eingesetzt, und nach regelmäßigen Top Ten Platzierungen gelang Ulf Granberg und Robert Quist beim 11. Lauf im belgischen Zolder der erste Sieg gegen die favorisierten Werkteams von Schnitzer und Tom Walkinshaw. 1985 folgte ein Werksengagement, das vom Schweizer Eggenberger und dem schwedischen Magnum Team durchgeführt wurde. 7 der 14 Läufe zur damaligen Europameisterschaft wurden von einem Volvo 240 gewonnen, davon waren fünf Doppelerfolge. Gianfranco Brancatelli und Thomas Lindström wurden unangefochten Fahrerchampions.
1986 sollte zu einer Saison der Skandale für Volvo werden. Nachdem Eggenberger zu Ford gewechselt war und das belgische RAS Team den Werkseinsatz übernahm, konnte zwar mit fünf, auf Platz 1 beendeten Rennen, an die Erfolge der Vorsaison angeknüpft werden, aber Irregularien bei der Tankgröße und dem verwendeten Treibstoff führten zu Disqualifikationen. Die zwei Siege im schwedischen Anderstorp und auf dem Österreichring wurden von der FIA aberkannt, die Fahrer des RAS Teams verloren die gewonnen geglaubte Meisterschaft, und Volvo beendete am Ende des Jahres sein Werksengagement. Der 1. Platz in Zolder 1986, wo 2 Jahre zuvor zum ersten Mal ein Volvo in der damaligen Königsklasse des Tourenwagensports gewonnen hatte, sollte der letzte Erfolg des ca. 350 PS starken 240 Turbo bleiben. Beeindruckend sind auch die Erfolge, die mit 240er-Modellen in hochkarätigen nationalen Meisterschaften errungen werden konnten. So gewann Per Stureson 1985 die Deutsche Tourenwagen Meisterschaft DTM, 1986 konnte Robbie Francevic die Australische Tourenwagenmeisterschaft für sich entscheiden. Außerdem stellte Volvo mit Gianfranco Brancatelli 1985 und Johnny Cecotto 1986 jeweils die Sieger des legendären Macao Guia Race. Somit war der Volvo 240 Turbo weltweit Mitte der Achtziger Jahre der erfolgreichste Tourenwagen.
Marktsituation
Die 200er Serie war aufgrund ihres enormen Platzangebotes sehr beliebt, insbesondere der Kombi. Er hob sich durch sein funktionales Design von seinen damaligen Konkurrenten deutlich ab und galt auf dem europäischen Festland als Auto für Individualisten. In den nordischen Ländern hat er das Image eines Fahrzeugs für "jedermann". Durch die solide Verarbeitung einerseits und die Einführung innovativer Sicherheitstechnik andererseits trug die 200er Serie wesentlich zum Ruf Volvos als Hersteller sicherer Autos bei.
Obwohl schon ab 1984 das 700er Modell verkauft wurde, das den 200er ursprünglich ablösen sollte, wurde der 240er wegen seiner anhaltend guten Verkaufsergebnisse bis 1993 weiter gebaut und darf als eines der wenigen Fahrzeuge gelten, die ihren "Nachfolger" überlebt haben - allerdings wurde er zu diesem Zeitpunkt längst nicht mehr auf allen Märkten angeboten. Erst als Volvo zu diesem Zeitpunkt die Produktionskapazitäten für das neue 850er Modell benötigte, wurde die Produktion eingestellt. Die 700er Baureihe wiederum wurde 1992 durch die weitgehend identische 900er Baureihe abgelöst.
Die letzten 200er Modelle ließen sich mit einer umfangreichen Sicherheitsausstattung als Zubehör (mit ABS und Airbag) bestellen.
Quelle: http://de.wikipedia.org